MEINE REISE

Informationen zur Reise
Die Reiseroute

Die Stationen meiner Reise:
Hollenstedt
Kurs Nordatlantik
Auf See
Färöer Inseln
Island
Island
Färöer Inseln
Auf See
Ankunft Dänemark

Alle Informationen zur Skua-Tour finden Sie hier beim Ankerherz Verlag aus Hollenstedt. Im Januer 2020 ist die nächste Tour geplant.

Fehlen Informationen oder haben Sie Anmerkungen oder Fragen.
Ich freue mich über Ihr Feedback.

REISEBERICHT SKUA-TOUR 2019
Tag 7 - Do 31.01.2019 - Färöer Inseln

Wir sind wieder auf dem Nordatlantik unterwegs. Torshavn auf den Färöer Inseln ist unser Ziel.

Ich gehe recht früh zum Frühstück, um dann den Sonnenaufgang über dem Atlantik auf dem Oberdeck zu erleben. Das Schiff liegt ruhig im Wasser aber es weht ein eisiger und doch recht starker Wind. Der Sonnenaufgang ist grandios.

Wenn das Wetter sich hält, dann werden wir wohl gutes Wetter bei einer der schönsten Passagen der Welt durch die Färöer Inseln und eine spektakuläre Einfahrt nach Torshavn haben.

Vormittags erzählt Andree Kaiser im Gespräch mit Stefan Krücken aus seinem bewegten Leben. Andree Kaiser ist in Ost-Berlin geboren, dokumentierte als Fotograf den Fall der Berliner Mauer und arbeitete weltweit für verschiedene Magazine. 1993 erhielt er den Pulitzer-Preis für seine Fotos aus dem Bosnien-Krieg.

Andree Kaiser hat das Buch Nur raus hier! herausgegeben. In dem Buch erzählen 18 Menschen von ihrer Flucht aus der DDR. Auch Andree hatte einen Fluchtversuch unternommen, der aber gescheitert ist. Er erzählt uns davon, von der Verhaftung und der Zeit in den Gefängnissen der DDR.

Es ist gegen 13 Uhr. Die Färöer Inseln kommen in Sicht und das Wetter kann nicht besser sein. Also an Deck und den Nordatlantik genießen.

Zum Vergrößern bitte anklicken

Wir erleben eine der schönsten Passagen der Welt durch die Färöer Inseln...

»Risin og Kellingin (färöisch: „der Riese und das Weib“) sind zwei große Steinsäulen etwa 2 km nördlich von Eiði vor der Nordküste Eysturoys auf den Färöern im Nordatlantik. Risin und Kellingin sind das bekannteste Naturdenkmal der Färöer. Vor der Steilküste an der Nordküste Eysturoys wirken die beiden Basaltsäulen beinahe zierlich, Risin ist aber 71 m und Kellingin 69 m hoch. Die Klippe davor, also das Festland, mit dem Berg Eiðiskollur, ist jedoch bis zu 352 m hoch.«

(Quelle: Wikipedia)

»Die Sage von Risin und Kellingin

Das versteckte Volk von Island hatte die Absicht, die einsam im Nord-Atlantik schwimmenden Färöer zu sich heranzuziehen. So beauftragten sie einen Riesen und dessen Frau, das Vorhaben zu vollenden. Beide erreichen auftragsgemäß den äußersten nordwestlichen Berg Eiðiskollur. Der Riese blieb im Meer stehen, während das Trollweib den Berg erklomm, um die Färöer zusammenzubinden und sie dann dem Riesen auf den Rücken zu schieben. Ihr erster Griff war so kräftig, dass der nördliche Teil des Berges Eiðiskollur sich abspaltete. Daraufhin versuchte sie das Seil an einer anderen Stelle des Berges zu befestigen. Aber auch das war mit Schwierigkeiten verbunden. Der Bergsockel war fest und die Inseln nicht leicht zu bewegen. Es wird weiter berichtet, dass sich das Trollweib noch beim Morgengrauen auf dem Berg befand. Sie fürchtete die Tageshelle und deshalb beeilte sie sich, schnell zum Riesen hinunter zu kommen, welcher, noch im Meer stehend, auf sie wartete. Leider hatten sie für die Vorbereitungen zu viel Zeit benötigt, denn im selben Augenblick als sie sich auf den Rückweg begaben, der Riese voran und hinter ihm das Trollweib, stieg die Sonne in vollen Glanze aus dem Meer empor und versteinerte beide. Hier stehen sie heute noch und blicken sehnsüchtig ihrer Heimat entgegen, ohne sie wieder erreichen zu können.

Eine seltenere Version lautet wie folgt

... demnach soll vor vielen Jahrhunderten hier einmal eine Frau mit ihrem Mann in stetem Unfrieden gelebt haben. Sie hatte einen so bösen, zänkischen Charakter, daß der arme Ehemann zeitlebens nicht zur Ruhe kommen konnte, bis schließlich ein Gott sich dieser unglücklichen Familie erbarmte und Mann, Frau und Kind in Gestalt zweier Felsen zu Stein werden ließ. So ragen sie noch heute als Mahnmal gegen Unfrieden und Bosheit wie vor Jahrhunderten in den weiten nordischen Himmel.«

(Quelle: Wikipedia, etwas modifiziert)

Einfach nur schön hier. Ich mag gar nicht aufhören zu schauen und zu fotografieren. Es ist eisig kalt, aber auf dem Oberdeck gibt es die eine oder andere windgeschützte Stelle.

Um 15 Uhr erreichen wir Torshavn.

Mein Sohn Marek und ich machen uns zu zweit auf einen kurzen Rundgang durch Torshavn. Wir kaufen einige Andenken in der Buchhandlung und setzten uns noch in das angrenzende Café. Der Cappuccino und ein Stück Kuchen sind genau das Richtige.

Einige letzte Bilder von Torshavn, bevor wir auslaufen.

Für heute Abend sind Nordlichter angesagt. Die App Aurora Alerts (play.google.com/...) zeigt Nordlichtern mit KP 5 an, die bis 1 Uhr nachts zu sehen sein sollen. Also beschließe ich, erst nach dem Abendprogramm an Deck zu gehen und zu fotografieren, weil ich die Dunkelheit auf See nutzen will. Ich hätte aber schon im Hafen fotografieren sollen, sie waren dort schon zu sehen. Dann hätte ich auch ein Stativ nutzen können. OK, das weiß man aber hinterher, wenn man die Fotos der anderen gesehen hat.

Ich versuche vom fahrenden Schiff aus die Nordlichter einzufangen. Auf das Stativ verzichte ich und versuche die Kamera 5 bis 8 Sekunden ruhig zu halten. Da sich das Schiff bewegte, ist es egal. Diese Fotos sind Nordlicht-Panoramen, die aus jeweils 3 einzelnen Bildern zusammengesetzt sind und anschließend etwas nacharbeitet wurden. Der orangene Schein sind die Lichter von Torshavn. Das zweite Panorama deckt einen horizontalen Winkel von fast 180 Grad ab.

Danach schauen wir die beiden letzten Folgen von Trapped - Gefangen in Island.