Mongolei, Kharkhorin und Kloster Erdene Zuu - Reisebericht und Fotos :: Roger Steen


UNSERE REISE

Informationen zur Reise
Die Reiseroute

Die Stationen unserer Reise:
Ulaan Baatar
Kloster Amarbajasgalant
1. Tag Vulkan Uran Togoo
2. Tag Vulkan Uran Togoo
1. Tag Ogji Nuur See
2. Tag Ogji Nuur See
Kloster Erdene Zuu
Heiße Quelle von Tsenkher
Tuvkhun Kloster
Orkhon Wasserfall
In der Steppe
Klosterruine Ongij
Rotes Kliff von Bayanzag
Sanddüne Khongoryn Els
1. Tag Geierschlucht
2. Tag Geierschlucht
Weiße Stupa
Große Erdmuttersteine
1. Tag Ulaan Baatar
2. Tag Ulaan Baatar

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REISEBERICHT MONGOLEI
Tag 7 - Do 16.06.2011 - Fahrt nach Kharkhorin und Besuch des Klosters Erdene Zuu

Nach dem Frühstück packen wir alles zusammen und unsere Fahrt nach Kharkhorin beginnt. Heute werden wir nur 76 km fahren. Aber bevor es los geht, muss ich aber noch die Pferdeherde am See fotografieren.

Auf dem Weg besichtigen wir zwei bedeutende alttürkische Gedenkstätten Khoshoo Tsaidam aus dem 8. Jahrhundert mit der Bilge-Statue und der Kul-Tegin-Stele. Hier wurde eine steinerne Schildkröte mit einer Inschrifttafel in alttürkischer und chinesischer Schrift auf dem Rücken gefunden. Fast 200 Jahre zentralasiatischer Geschichte sind darauf zusammengefasst. Die Grabmale sind außergewöhnliche Zeugen türkischer Kunst und Kultur aus der mongolischen Steppe.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Kharkhorin (Karakorum), die ehemalige altmongolische Hauptstadt des von Dschingis Khan im 13. Jahrhundert gegründeten Mongolenreiches. Wir fahren direkt zum 1586 gegründeten Kloster Erdene Zuu. Wir nehmen uns viel Zeit für eine ausführliche Besichtigung und nach Bezahlung kann ich hier problemlos fotografieren.

Die Führung ist in englischer Sprache und mit der Hilfe von Ona können wir viele Nachfragen in mongolisch stellen, um noch detaillierte Informationen zu erhalten. Allmählich beginne ich immer mehr über die Symboliken und den Buddhismus zu verstehen.

Außerhalb der Gebäude stehen zahlreiche Gebetsmühlen.

In jeder zylindrischen Trommel befinden sich auf Papier gedruckte Gebete, jede Drehung der Mühle entspricht dem einmaligen Aussprechen des Gebets, schwunghaftes Drehen vervielfacht also die Wirkung.

«Das wohl bekannteste und am häufigsten rezitierte Mantra ist das Mantra des Avalokiteshvara, des Buddhas des Mitgefühls, OM MANI PADME HUM.

OM MANI PADME HUM

Hierbei sind weder die Anfangs- noch die Endsilbe direkt übersetzbar, der Mittelteil bedeutet soviel wie "Kleinod in der Lotosblüte". Sein Klang soll im gesamten Universum als siegreiche Kraft der Freiheit widerhallen, um alle Geschöpfe zu retten. Die Silbe OM steht für Körper, Geist und Rede des Buddha, MANI für den Weg der Lehre, PADME für den Weisheitsaspekt des Pfades, und HUM deutet auf die Vereinigung von Weisheit und Weg hin.»
(Aus "Buddhistische Symbole" von Tatjana & Mirabei Blau)

«Der Stupa gilt als ein Abbild des Makrokosmos in einer kosmischen Gliederung und der kosmischen Entsprechungen des eigenen Ichs.
In einem Stupa kann man die vielschichtigen Entsprechungen eines dreidimensionalen Mandalas erkennen, er entspricht in der Ansicht von oben dem fünfteiligen Mandala. Der Grundriss birgt dabei die gleiche Symbolik wie der kosmische Kreis. Quadratische, rechteckige, runde und vertikale Formen verkörpern die Hauptelemente. Gekrönt von Siegesfahnen und Schirmen der Erleuchtung wurden Stupas zum Sinnbild des alldurchdringenden Geistes aller Buddhas.
»
(Aus "Buddhistische Symbole" von Tatjana & Mirabei Blau)

Danach kaufen wir Proviant in der Stadt ein und fahren zum nahe gelegenen Ger-Camp. Die Dusche ruft. Diana, ihr Guide und ihr Fahrer sind schon da, sie werden Erdene Zuu erst am nächsten Tag besichtigen.

Wir essen gemeinsam zu Abend in der großen Essjurte. Petra und Ona werden nicht satt und es gibt leider keinen Nachschlag. Bei Erdnüssen, Bier und mongolischen Wodka und langen Gesprächen über Gott und die Welt sowie über die schon besuchten Ort der Mongolei vergeht der Abend wie im Flug.